
Band 9 von 11
Deine Daten gehören dir
was das Internet über dich weiß
ab 7 Jahren
Das knacken die drei
- 1Das Tablet muss dich nicht abhören. Du erzählst ihm viel — mit dem Daumen.
- 6Ein Passwort ist wie eine Zahnbürste: Du teilst es nicht — außer mit deinen Eltern.
- 10Die Rate-Maschine kann hundertmal raten, was du magst. Der Chef bist du.
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- 1Das Tablet muss dich nicht abhören. Du erzählst ihm viel — mit dem Daumen.
- 2Ein Klick sagt nichts. Tausend Klicks ergeben ein Puzzle-Bild von dir.
- 3Werbung ist kein Spuk. Oft zeigt sie dir, was du geklickt hast.
- 4Frag jede App: „Wozu brauchst du das?“ Und du darfst Nein sagen.
- 5Wetter fragen? Klar. Aber Geheimnisse sind für Menschen, nicht für die Lautsprecher-Box.
- 6Ein Passwort ist wie eine Zahnbürste: Du teilst es nicht — außer mit deinen Eltern.
- 7Ein Fantasiename ist eine Sonnenbrille, keine Tarnkappe: Unsichtbar macht er nicht.
- 8Erst fragen, dann posten. Das gilt für alle — auch für Große.
- 9Deine Daten sind ein Schatz. Der Wächter bist du.
- 10Die Rate-Maschine kann hundertmal raten, was du magst. Der Chef bist du.
Weiterforschen
Willkommen
Deine Daten gehören dir — du hast es gelöst.
Du weißt jetzt, woher die Werbung weiß, was du magst: nicht durch Zauberei und nicht durch Gedankenlesen. Dein Klicken erzählt. Jeder Klick ist eine Fußspur ohne Füße, und tausend davon ergeben ein Puzzle-Bild von dir. Wer das weiß, entscheidet selbst: Das gebe ich her, das bleibt privat. Deine Daten sind ein Schatz — und der Wächter bist du.
Merksatz: Die Rate-Maschine kann hundertmal raten, was du magst. Der Chef bist du.
Die Schatz-Wächter-Karte zum Ausdrucken
Mal deine Wohnung und zeichne zwei Zonen ein: Wo dürfen Geheimnisse hin — und wo haben sie nichts verloren, weil dort etwas ein Mikrofon hat und nach draußen funkt? Dazu deine Schatzkiste: drei Dinge, die privat bleiben sollen. Du schreibst nur auf, WAS es ist, nie die Sache selbst. Auf Seite 2 ist Platz für deine eigene Karte.
Mitmach-Seiten
Alle sechs Aufgaben aus dem Buch, groß und mit Platz zum Schreiben und Malen:
- Das Fußspuren-Tagebuch.
- Das Wozu-Spiel.
- Die Passsatz-Werkstatt.
- Die Geheimnis-Zonen-Karte.
- Die Familienregel.
- Der Schatzkisten-Check.
Wie im Buch: Das Wozu-Spiel machst du zusammen mit einem Erwachsenen. Und egal, was eine App fragt: Verrate nicht, wie du heißt oder wo du wohnst. Deinen Passsatz dürfen nur deine Eltern wissen — sonst niemand.
Mitmach-Blätter zum Ausdrucken
Die Kinder-Blätter: kostenlos, ohne Anmeldung. Das Buch selbst gibt es bei Amazon.
- Schatz-Wächter-KarteKommt bald
- Mitmach-HeftKommt bald
- MerkkarteKommt bald
- Merksatz-PosterKommt bald
- LehrerblattKommt bald
- KlassensatzKommt bald
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Für Erwachsene
Dieser Block richtet sich an Eltern. Er gibt die Eltern-Seite von Band 9 wieder, mit allen Quellen.
Worum es in diesem Band geht
- Kinder verstehen ausgerechnet das Mitschreiben im Netz und wie Werbung funktioniert am schlechtesten —
Nicknames halten sie für Tarnkappen, passende Werbung für Zufall oder Magie. Deshalb lässt dieses Buch Kinder selbst ausprobieren, wie Datensammeln funktioniert — mit Experimenten statt Schreckensgeschichten.
- Der „Gegenspieler“ dieses Bands ist ein System (Datensammeln), nie eine
lauernde Person. Den Smart Speaker zeigt das Buch bewusst nicht als Spion: Er schläft, bis das Weckwort (oder ein ähnlich klingendes Wort) fällt, und der Stecker ist der älteste Aus-Knopf der Welt.
- Die Altersabfragen in Apps sind kein Ärgernis, sondern Kinderschutz: In den
USA (COPPA, unter 13 Jahren) wie in der EU (DSGVO, je nach Land unter 13 bis 16 Jahren — in Österreich unter 14, in Deutschland unter 16) brauchen Apps und Webseiten meist die Erlaubnis der Eltern, bevor sie Kinderdaten sammeln — das Buch erklärt die Altersfrage darum als „Türsteher, der für dich arbeitet“.
- Grundlage der ganzen Reihe: Eingaben können gespeichert und weiterverwendet
werden. Kinder sollten einer KI nie ihren Namen, ihre Adresse, ihre Schule oder Geheimnisse anvertrauen — dieselbe Regel wie gegenüber Fremden.
Die Zahlen aus dem Buch — mit Quelle
- Ipsos für The Kids Mental Health Foundation (2025): Elternumfrage in den USA zu Bildschirmzeit — Privatsphäre und Sicherheit sind mit 47 % die Nummer-1-Sorge, vor Falschinformationen (36 %).
- SuperAwesome (2017): Branchenschätzung, zitiert in der Fachpresse — bis zum 13. Geburtstag haben Werbefirmen im Schnitt 72 Millionen Angaben über ein Kind gesammelt; zitiert im Bericht „Who knows what about me?“ des Children’s Commissioner for England (2018).
- Common Sense Media (2023): „State of Kids’ Privacy“ — 73 % der über 200 untersuchten Kinder-Apps und -Seiten verdienen mit Kinderdaten Geld — sie schreiben mit, was Kinder tun, oder geben es weiter, darunter viele, die angeben, keine Daten zu verkaufen.
- Common Sense Media / NORC (2025): Umfrage „Age Assurance Attitudes Among Adults“ unter 1.096 Erwachsenen in den USA (Oktober 2025) — 84 % sind besorgt, dass Firmen Altersdaten von Kindern ohne Zustimmung verkaufen oder weitergeben.
- University of Oxford (2019): Studie „I make up a silly name“ (CHI 2019) — Kinder halten Nicknames für vollständigen Schutz und verstehen Tracking und Werbelogik am schlechtesten.
- FTC (2023): US-Handelsbehörde — ein großer Sprachassistenten-Anbieter zahlt 25 Millionen Dollar Strafe, weil Kinder-Sprachaufnahmen dauerhaft gespeichert wurden.
- COPPA (USA, 1998) / DSGVO Art. 8 (EU, 2018): Gesetze zum Schutz von Kinderdaten — Online-Dienste brauchen für Daten jüngerer Kinder in der Regel die Zustimmung der Eltern (USA: unter 13; EU: je nach Land unter 13 bis 16).
- Children’s Commissioner for England (2018): Bericht „Who knows what about me?“ — bis zum 13. Geburtstag haben Eltern im Schnitt 1.300 Fotos und Videos ihres Kindes in sozialen Netzwerken gepostet.
- Pew Research Center (Februar 2026): „How Teens Use and View AI“ — Umfrage unter 1.458 Eltern-Teenager-Paaren in den USA, Erhebung Herbst 2025. U. a.: Nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung. pewresearch.org/internet/2026/02/24/how-teens-use-and-view-ai/
Reden Sie weiter
„Woher, glaubst du, weiß die Werbung, was du magst?“ — die Antwort verrät, ob Ihr Kind Tracking versteht oder noch an Zufall glaubt. · „Welche drei Dinge über dich sollen privat bleiben — und wen fragst du, wenn du unsicher bist?“ · „Sollen wir eine Familienregel machen: Erst fragen, dann posten — auch für uns Eltern?“ · Mini-Aktion (10 Minuten): Gehen Sie gemeinsam die Berechtigungen der drei Lieblings-Apps durch und stellen Sie zusammen die Buch-Frage: „Wozu brauchst du das?“
Mehr davon? Der Eltern-Guide und die Eltern-Post — hier entlang.
Für die Schule
Für eine Unterrichtsstunde „Was weiß das Internet über mich?“: Lehrerblatt mit Ablauf für 45 Minuten, Lösungen und Gesprächsfragen, dazu die Mitmach-Seite als Klassensatz. Kostenlos.










