
Band 10 von 11
Likes sind kein Applaus
wie Social Media wirklich funktioniert
ab 7 Jahren
Das knacken die drei
- 1Auch ein echtes Foto zeigt nicht, was davor passiert ist.
- 6Der Filter ändert nur dein Foto. Aber danach vergleichst du dein echtes Gesicht damit.
- 10Echter Applaus: zwei Hände, die dich hochziehen. Das kann man nicht zählen.
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- 1Auch ein echtes Foto zeigt nicht, was davor passiert ist.
- 2Ein Herz sagt nicht: Das ist gut. Es sagt nur: Ein Daumen kam vorbei.
- 3Wer nur zählt, findet das Laute. Wer richtig hinguckt, findet das Gute.
- 4Meistens nichts, manchmal ein Herz — genau diese Mischung lässt einen immer wieder nachschauen.
- 5Punkte zeigen, was anderen gefällt. Ohne Punkte merkst du, was dir selbst gefällt.
- 6Der Filter ändert nur dein Foto. Aber danach vergleichst du dein echtes Gesicht damit.
- 7Das echte Gesicht ist das einzige, das zurücklächeln kann.
- 8Follower schauen zu. Freunde sind da — auch wenn nichts zu sehen ist.
- 9Likes kann man zählen. Applaus kann man fühlen.
- 10Echter Applaus: zwei Hände, die dich hochziehen. Das kann man nicht zählen.
Weiterforschen
Willkommen
Likes sind kein Applaus — du hast es gelöst.
Du weißt jetzt, was ein Herz unter einem Bild wirklich sagt: Ein Daumen kam vorbei. Ein Like ist ein Klick, kein Urteil. Zahlen messen, wer auffällt — nicht, was gut ist, und nicht, wer dich mag. Der Feed zeigt Highlights, kein Leben. Echter Applaus ist, wenn jemand wirklich da ist.
Merksatz: Echter Applaus: zwei Hände, die dich hochziehen. Das kann man nicht zählen.
Der Applaus-Detektiv-Test zum Ausdrucken
Wenn dir eine Zahl begegnet — Likes, Herzen, Follower —, stell Omas Frage: Wer klatscht da, Menschen oder Daumen? War da jemand wirklich da? Hat jemand Zeit verschenkt? Auf Seite 2 ist Platz für echten Applaus: ein Wort, von Hand, zum Behalten.
Mitmach-Seiten
Alle sechs Aufgaben aus dem Buch, groß und mit Platz zum Schreiben:
- Der Daumen-oder-Applaus-Test.
- Die 30-Sekunden-Runde.
- Das Highlight-Spiel.
- Findet das echte Ich.
- Der punktefreie Dienstag.
- Die Strichlisten-Wette.
Wie im Buch: Die Filter-Bilder macht ein Erwachsener an seinem Gerät, und nichts davon kommt ins Netz. Und wenn sich dein Bauch nach dem Scrollen oft klein anfühlt: Erzähl es einem Erwachsenen, dem du vertraust. Verstärkung holen ist Detektiv-Arbeit.
Mitmach-Blätter zum Ausdrucken
Die Kinder-Blätter: kostenlos, ohne Anmeldung. Das Buch selbst gibt es bei Amazon.
- Applaus-Detektiv-TestKommt bald
- Mitmach-HeftKommt bald
- MerkkarteKommt bald
- Merksatz-PosterKommt bald
- LehrerblattKommt bald
- KlassensatzKommt bald
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Für Erwachsene
Dieser Block richtet sich an Eltern. Er gibt die Eltern-Seite von Band 10 wieder, mit allen belegten Quellen.
Worum es in diesem Band geht
- Dieses Buch ist für die Zeit gedacht, BEVOR Ihr Kind sein erstes eigenes
Konto hat.
- Das Buch verteufelt nichts und verbietet nichts — es erklärt, wie Social
Media funktioniert. Ein Like ist ein Klick, der Feed ist eine Auswahl, die Wartelust auf Benachrichtigungen ist eine eingebaute Überraschungs-Belohnung, und das Geschäftsmodell dahinter ist Aufmerksamkeit. Wer das versteht, muss sich nicht fürchten — er kann entscheiden.
- Was Ihr Kind mitnimmt: Vergleichen ist menschlich, die
Dauerschleife kommt aus der Maschine — das Problem steckt nicht im Kind.
- Gut zu wissen: Das Mindestalter 13 stammt aus dem Datenschutzrecht (in den
USA: COPPA) — es ist eine rechtliche Grenze, keine Garantie, dass Apps ab 13 harmlos sind. Fachleute empfehlen, den Einstieg eher später und begleitet zu gestalten.
- Grundlage der ganzen Reihe: Kinder sollten einer KI nie ihren Namen,
ihre Adresse, ihre Schule oder Geheimnisse anvertrauen — dieselbe Regel wie gegenüber Fremden.
Die Zahlen aus dem Buch — mit Quelle
- UCSF / Academic Pediatrics (2025): Studie zur Social-Media-Nutzung von Kindern in den USA — 63,8 % der 11- und 12-Jährigen (Studie mit 11- bis 15-Jährigen) nutzen bereits Social Media trotz Mindestalter 13, im Schnitt mit über drei Konten, manche heimlich.
- Pew Research Center (2025): Umfrage „Teens, Social Media and Mental Health“ unter US-Jugendlichen — 48 % sagen, Social Media wirke überwiegend negativ auf Gleichaltrige (2022: 32 %).
- US-Kongress / FTC (COPPA, 1998): Children’s Online Privacy Protection Act — das Datenschutzgesetz, aus dem das Mindestalter 13 vieler Apps stammt.
- Pew Research Center (Februar 2026): „How Teens Use and View AI“ — Umfrage unter 1.458 Eltern-Teenager-Paaren in den USA, Erhebung Herbst 2025. U. a.: Nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung. pewresearch.org/internet/2026/02/24/how-teens-use-and-view-ai/
Reden Sie weiter
„Woran merkst du, ob jemand etwas postet, weil es ihm wichtig ist — oder weil es Likes bringt?“ · „Wenn du ein Foto von unserem schlechtesten Urlaubstag posten müsstest — wie würdest du es aussehen lassen, damit es toll wirkt?“ · „Was ist der Unterschied zwischen einem Follower und einem Freund?“ · Und eine ehrliche Selbst-Frage zum Schluss: Kinder schauen sich das Scrollen bei uns ab. Wer beim Abendessen selbst am Handy hängt, bringt es ihnen gleich mit bei. Die Strichlisten-Wette von der Mitmach-Seite gilt auch für Sie.
Mehr davon? Der Eltern-Guide und die Eltern-Post — hier entlang.
Für die Schule
Für eine Unterrichtsstunde „Was ist ein Like wert?“: Lehrerblatt mit Ablauf für 45 Minuten, Lösungen und Gesprächsfragen, dazu die Mitmach-Seite als Klassensatz. Kostenlos.










