Siller's Family PressNina, Serafina & SelinaDie Digital-DetektivinnenSiller's Family Press
Echt oder Fake?

Band 3 von 11

Echt oder Fake?

Deepfakes und KI-Bilder erkennen

ab 7 Jahren

Über dem Schulhof schwebt ein Wal. Im Klassenchat hat er schon dreiundzwanzig Likes.

Nina hat ihn als Erste gesehen. Serafina sagt sofort: „Moment mal … hätten wir das nicht gemerkt? Wir WAREN da.“ Und Selina will nur eines wissen, bevor irgendwer irgendwas weiterleitet: Wer zeigt uns das?

So beginnt der dritte Fall der Digital-Detektivinnen. Er führt sie zu einer Hausmeister-Katze, die es nie gab, zu einem Fußballstar und seinen angeblich zwanzig Pizzen und zu einem hundegroßen Eichhörnchen auf Omas Handy.

  • Die drei Fragen, mit denen man Fakes auf die Spur kommt
  • Der Gefühls-Alarm: warum man gerade bei WOW-Bildern kurz durchatmet
  • „Echt oder ausgerechnet?“ — warum ausgerechnete Bilder oft zu perfekt sind
  • Die Mitmach-Seite für Bilder-Detektivinnen und Bilder-Detektive

Die Bilder werden immer besser. Diese Gewohnheit bleibt: erst fühlen, dann prüfen, dann (vielleicht) teilen.

Das knacken die drei

  • 1„Sieht echt aus“ und „ist echt“ sind zwei verschiedene Sachen.
  • 6Ein Video ist auch nur geflüstert. Kann stimmen. Kann ausgerechnet sein.
  • 11Glauben oder nicht — das entscheidet nicht das Bild. Der Chef bist du.
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  • 1„Sieht echt aus“ und „ist echt“ sind zwei verschiedene Sachen.
  • 2Ein Bild ist geflüstert. Es kann stimmen. Es kann Quatsch sein.
  • 3Wer weiterleitet, macht den Fake größer. Stoppen ist eine Superkraft.
  • 4Erst fühlen, dann prüfen, dann (vielleicht) teilen.
  • 5Die stärkste Prüfung ist eine Frage, keine Lupe.
  • 6Ein Video ist auch nur geflüstert. Kann stimmen. Kann ausgerechnet sein.
  • 7Das Internet ist ungefähr so genau wie „von irgendwem“.
  • 8Wer alles glaubt, wird reingelegt. Wer nichts glaubt, wirft die Wahrheit mit weg.
  • 9Nicht die besten Augen gewinnen. Die besten Fragen gewinnen.
  • 10Fakes erkennen ist kein Talent. Es ist wie Fahrradfahren.
  • 11Glauben oder nicht — das entscheidet nicht das Bild. Der Chef bist du.

Weiterforschen

Willkommen

Du weißt jetzt: Mit Hinschauen kommst du bei einem Wal über dem Schulhof nicht weiter, mit drei Fragen schon.

Merksatz: Glauben oder nicht — das entscheidet nicht das Bild. Der Chef bist du.

Der Bilder-Detektiv-Check zum Ausdrucken

Du hast ein Bild gesehen, das dich umhaut? Dann brauchst du keine Lupe, sondern drei Fragen, und die stehen alle auf dem Bilder-Detektiv-Check. Auf Seite 2 malst du dein eigenes ausgerechnetes Bild, mit dem Schild „AUSGERECHNET!“ gleich dran.

Mitmach-Seiten

Alle sechs Aufgaben aus dem Buch, groß und mit Platz zum Schreiben und Malen:

  1. Der Gefühls-Alarm.
  2. Die drei Fragen.
  3. Echt oder ausgerechnet? — das Spiel.
  4. Baut selbst einen (offensichtlichen!) Fake.
  5. Das Zehn-Bilder-Training.
  6. Die Superkraft.
Aus dem Buch (gut sichtbar setzen, nicht kürzen): Bittet einen Erwachsenen, mit euch ein Bild auszurechnen, das es NIE geben kann — ein Haus auf dem Mond, ein Wal überm Supermarkt — nie mit echten Menschen, ohne echtes Foto und ohne zu verraten, wie ihr heißt oder wo ihr wohnt. Schreibt IMMER dran: „AUSGERECHNET!“

Mitmach-Blätter zum Ausdrucken

Die Kinder-Blätter: kostenlos, ohne Anmeldung. Das Buch selbst gibt es bei Amazon.

  • Bilder-Detektiv-CheckKommt bald
  • Mitmach-HeftKommt bald
  • MerkkarteKommt bald
  • Merksatz-PosterKommt bald
  • LehrerblattKommt bald
  • KlassensatzKommt bald

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Für Erwachsene

Was Ihr Kind hier über KI gelernt hat — und warum es stimmt

Moderne KI-Chats rechnen: Aus Milliarden Textbeispielen sagen sie voraus, welches Wort am ehesten als Nächstes passt. Sie verstehen nichts, haben kein Bewusstsein und keine Gefühle — klingen aber überzeugend. Deshalb können sie gleichzeitig hilfreich UND mit voller Überzeugung falsch sein. Fachleute nennen solche erfundenen Antworten „Halluzinationen“.

Zwei Punkte sind für Kinder entscheidend:

  1. Daten: Eingaben können gespeichert und weiterverwendet werden. Kinder sollten einer KI nie ihren Namen, ihre Adresse, ihre Schule oder Geheimnisse anvertrauen — dieselbe Regel wie gegenüber Fremden.
  2. Beziehung: KI-Chatbots imitieren Freundlichkeit perfekt. Sie sind aber kein Freund und kein Therapeut — nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung (Pew Research Center, Februar 2026), und die Skepsis der meisten ist berechtigt. Wenn Ihr Kind einer KI Dinge erzählt, die es Ihnen nicht erzählt, ist das ein guter Anlass, mit ihm darüber zu reden.

Und ganz ehrlich: Auch unter Fachleuten ist umstritten, wie riskant die Zukunft von KI wird. Dieses Buch bleibt bewusst bei dem, was Ihr Kind heute prüfen und entscheiden kann.

Warum dieses Buch jetzt wichtig ist

Die Hälfte der 8- bis 15-Jährigen in Großbritannien hat in nur sechs Monaten mindestens einen Deepfake gesehen — zugleich unterscheiden Kinder echte von KI-Bildern und -Texten im Schnitt nicht besser als der Zufall (Ofcom 2024; Langer et al., Technology in Society 2026). Ihr Kind begegnet Fakes also längst; die Frage ist nur, ob es Werkzeuge dafür hat. Die gute Nachricht: Erkennen ist lernbar. Schon ein fünfminütiges Training hob in einer britischen Studie mit Erwachsenen die Trefferquote beim Erkennen von KI erzeugten Gesichtern von 31 % auf 51 % (Gray et al., 2025). Das ist erst der Anfang, aber es zeigt: Prüfen kann man üben — dafür braucht niemand ein besonderes Talent.

Wichtig bei alldem: Das Buch setzt bewusst NICHT auf Augen-Tricks („zähl die Finger“) — die veralten in Monaten und erzeugen falsche Sicherheit. Stattdessen übt es, was auch in fünf Jahren noch funktioniert: Herkunft prüfen, mit anderen Quellen vergleichen, an der Quelle nachfragen. Und es macht Kinder nicht misstrauisch gegen alles: Ziel ist „erst fühlen, dann prüfen, dann teilen“ — nicht „trau nichts und niemandem“.

Reden Sie weiter

„Was war das Verrückteste, was du diese Woche gesehen hast — und woran machst du fest, ob es echt war?“ · „Was würdest du tun, BEVOR du ein irres Bild in den Klassenchat weiterschickst?“ · Erzeugen Sie zusammen ein offensichtliches KI-Spaßbild (ein Haus auf dem Mond — nur beschrieben, ohne eigenes Foto) und testen Sie, ob die Verwandtschaft es erkennt — mit sichtbarem „AUSGERECHNET“-Schild, versteht sich.

Quellen

Alle Zahlen auf der Eltern-Seite stammen aus diesen Quellen:

  • Pew Research Center (Februar 2026): „How Teens Use and View AI“ — Umfrage unter 1.458 Eltern-Teenager-Paaren in den USA, Erhebung Herbst 2025. U. a.: Nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung. pewresearch.org/internet/2026/02/24/how-teens-use-and-view-ai/
  • Ofcom (Juli 2024): „A deep dive into deepfakes that demean, defraud and disinform“ — 1.000 Kinder 8–15, Großbritannien, Erhebung Juni 2024. 50 % haben in den letzten sechs Monaten mindestens einen Deepfake gesehen. ofcom.org.uk/online-safety/illegal-and-harmful-content/deepfakes-demean-defraud-disinform
  • Langer, Martinez, Marshall & Chein (2026): „Children’s susceptibility to content generated by artificial intelligence“, Technology in Society, Bd. 86 — 37 Kinder 6–10 und 49 Erwachsene, USA. Kinder unterschieden KI-Bilder und -Texte im Schnitt nicht besser als der Zufall. doi.org/10.1016/j.techsoc.2026.103303
  • Gray, Davis, Bunce, Noyes & Ritchie (November 2025): „Training human super-recognizers’ detection and discrimination of AI-generated faces“, Royal Society Open Science 12(11) — 664 Erwachsene, Großbritannien. Trainierte Teilnehmende erkannten KI-Gesichter zu 51 % statt 31 %. doi.org/10.1098/rsos.250921

Mehr davon? Der Eltern-Guide und die Eltern-Post — hier entlang.

Für die Schule

Soll deine ganze Klasse Bilder-Detektivin und Bilder-Detektiv werden? Zeig diese Seite deiner Lehrerin oder deinem Lehrer. Hier liegt alles für eine Schulstunde: ein Blatt für Lehrerinnen und Lehrer mit Ablauf und Lösungen und die Mitmach-Seite als Klassensatz.

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