Siller's Family PressNina, Serafina & SelinaDie Digital-DetektivinnenSiller's Family Press
Mit KI reden

Band 2 von 11

Mit KI reden

Warum der Chatbot nicht dein Freund ist

ab 7 Jahren

Sie ist freundlich. Sie klingt sicher. Und sie rät.

Morgen früh ist das Pinguin-Referat, und der Chatbot hat gerade erklärt, dass Felsenpinguine rückwärts fliegen können. Freundlich, schnell und ganz sicher.

Nina, Serafina und Selina finden heraus, was ein Chatbot wirklich ist: eine Rate-Maschine, die lieber etwas erfindet, als „Weiß ich nicht“ zu sagen, die gern wissen möchte, wie du heißt und auf welche Schule du gehst — und die sich anfühlt wie eine Freundin, obwohl sie keine ist. Und als Serafina der Maschine fast ein echtes Geheimnis verrät, merkt sie, wem man so etwas wirklich erzählt.

  • Das Spiel „Ist da jemand drin?“ — für jeden Küchentisch
  • Warum eine Maschine so selten „Weiß ich nicht“ sagt
  • Was mit einem Geheimnis passiert, sobald man es eintippt
  • Die Fehler-Safari zum Mitmachen

Die drei benutzen die Maschine gern — und bleiben trotzdem der Chef.

Das knacken die drei

  • 1Der Chatbot klingt todsicher. Das heißt nicht, dass es stimmt.
  • 5Streiten und Vertragen ist Menschen-Sache. Dafür gibt’s keine Maschine.
  • 8Die KI darf erklären, aber nicht entscheiden. Der Chef bist du.
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  • 1Der Chatbot klingt todsicher. Das heißt nicht, dass es stimmt.
  • 2Kein Mensch weiß alles. Aber die KI tut so, als wüsste sie alles.
  • 3Die KI überlegt nicht, was wahr ist. Sie rät, welches Wort als Nächstes passt.
  • 4Geheimnisse sind für Menschen. Was du der KI schreibst, ist eine Postkarte an eine Firma.
  • 5Streiten und Vertragen ist Menschen-Sache. Dafür gibt’s keine Maschine.
  • 6Erst prüfen, dann glauben.
  • 7Die KI darf dir helfen. Sie darf nur nicht du sein.
  • 8Die KI darf erklären, aber nicht entscheiden. Der Chef bist du.

Weiterforschen

Willkommen

Du weißt jetzt, wie man eine Rate-Maschine beim Schwindeln erwischt: nachschlagen, nachfragen, dann entscheiden.

Merksatz: Die KI darf erklären, aber nicht entscheiden. Der Chef bist du.

Die Fehler-Safari zum Ausdrucken

Such dir etwas aus, das DU richtig gut kennst, stell der KI fünf Fragen dazu und mach eine Strichliste wie Selina. Auf Seite 2 trägst du deinen besten Fund ein, und dann kommt Selinas Lieblingstest: Frag die KI nach einem Tier, das es gar nicht gibt.

Mach das zusammen mit einem Erwachsenen — und verrate der KI nicht, wie du heißt oder wo du wohnst. Die Rate-Maschine braucht das nicht.

Mitmach-Seiten

Alle Aufgaben aus dem Buch, groß und mit Platz zum Schreiben und Malen:

  1. Such dir dein Spezialgebiet aus.
  2. Stell der KI fünf Fragen dazu.
  3. Mach eine Strichliste wie Selina.
  4. Zeig deinen Fund jemandem.
  • Die drei Detektiv-Regeln zum Ausschneiden
  • Worüber stolperst du? Mal es hier hin.
Aus dem Buch (gut sichtbar setzen, nicht kürzen): Mach das zusammen mit einem Erwachsenen — und verrate der KI nicht, wie du heißt oder wo du wohnst. Die Rate-Maschine braucht das nicht.

Die drei Detektiv-Regeln (wortgleich, Regel 2 mit Bauchweh-Zeile, nie kürzen):

1. Erst prüfen, dann glauben. 2. Geheimnisse sind für Menschen, denen du vertraust. Nicht für Firmen. 3. Der Chef bist du.

Mitmach-Blätter zum Ausdrucken

Die Kinder-Blätter: kostenlos, ohne Anmeldung. Das Buch selbst gibt es bei Amazon.

  • Fehler-SafariKommt bald
  • Mitmach-HeftKommt bald
  • MerkkarteKommt bald
  • Merksatz-PosterKommt bald
  • LehrerblattKommt bald
  • KlassensatzKommt bald

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Für Erwachsene

Was Ihr Kind hier über KI gelernt hat — und warum es stimmt

Moderne KI-Chats rechnen: Aus Milliarden Textbeispielen sagen sie voraus, welches Wort am ehesten als Nächstes passt. Sie verstehen nichts, haben kein Bewusstsein und keine Gefühle — klingen aber überzeugend. Deshalb können sie gleichzeitig hilfreich UND mit voller Überzeugung falsch sein. Fachleute nennen solche erfundenen Antworten „Halluzinationen“.

Zwei Punkte sind für Kinder entscheidend:

  1. Daten: Eingaben können gespeichert und weiterverwendet werden. Kinder sollten einer KI nie ihren Namen, ihre Adresse, ihre Schule oder Geheimnisse anvertrauen — dieselbe Regel wie gegenüber Fremden.
  2. Beziehung: KI-Chatbots imitieren Freundlichkeit perfekt. Sie sind aber kein Freund und kein Therapeut — nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung (Pew Research Center, Februar 2026), und die Skepsis der meisten ist berechtigt. Wenn Ihr Kind einer KI Dinge erzählt, die es Ihnen nicht erzählt, ist das ein guter Anlass, mit ihm darüber zu reden.

Und ganz ehrlich: Auch unter Fachleuten ist umstritten, wie riskant die Zukunft von KI wird. Dieses Buch bleibt bewusst bei dem, was Ihr Kind heute prüfen und entscheiden kann.

Warum gerade dieses Thema?

  • 64 % der Teenager nutzen bereits KI-Chatbots — aber nur 51 % der Eltern gehen davon aus, dass ihr Kind das tut, und rund 4 von 10 Eltern haben noch nie mit ihrem Kind darüber gesprochen (Pew Research Center, 2026). Mit diesem Buch fällt der Anfang leicht.
  • 35 % der Kinder (9–17 Jahre), die Chatbots nutzen, sagen, es fühle sich an wie mit einem Freund zu reden (Internet Matters, 2025) — Fachleute wie Common Sense Media raten von KI-„Companions“ für alle unter 18 klar ab (Bewertung 2025). Dieses Buch sagt Kindern klar: Eine KI ist ein Werkzeug — kein Freund.

Ein Hinweis zur Nutzung: Die meisten KI-Chatbots sind nach ihren eigenen Regeln erst ab 13 oder 18 Jahren freigegeben. Machen Sie die Fehler-Safari gemeinsam am Konto eines Erwachsenen. Manche Chatbots speichern Angaben inzwischen auch über einzelne Gespräche hinaus („Merk-Funktion“) — das ist Speichern bei der Firma, kein Erinnern wie unter Freunden. Prüfen Sie die Einstellung gemeinsam.

Zum Weiterreden nach dem Vorlesen

  • „Was hast du eine KI schon mal gefragt — und woher wusstest du, ob die Antwort stimmt?“
  • „Glaubst du, die KI freut sich, wenn du ihr schreibst? Warum — oder warum nicht?“
  • „Was würdest du einer KI nie erzählen — und wem würdest du es stattdessen sagen?“ Und danach: Gehen Sie gemeinsam auf Fehler-Safari (zum Ausdrucken oben auf dieser Seite). Ein KI-Fehler, den Ihr Kind selbst gefunden hat, wirkt mehr als jede Erklärung.

Quellen

Alle Zahlen auf der Eltern-Seite stammen aus diesen Quellen:

  • Pew Research Center (Februar 2026): „How Teens Use and View AI“ — Umfrage unter 1.458 Eltern-Teenager-Paaren in den USA, Erhebung Herbst 2025. U. a.: Nur 18 % der Eltern von Teenagern finden emotionale Unterstützung durch KI in Ordnung. pewresearch.org/internet/2026/02/24/how-teens-use-and-view-ai/
  • Pew Research Center (Februar 2026), dieselbe Umfrage: 64 % der Teenager nutzen bereits KI-Chatbots, aber nur 51 % der Eltern gehen davon aus; rund 4 von 10 Eltern haben noch nie mit ihrem Kind darüber gesprochen. pewresearch.org/internet/2026/02/24/what-parents-say-about-their-teens-ai-use/
  • Internet Matters (Juli 2025): „Me, Myself & AI — Understanding and safeguarding children’s use of AI chatbots“ — 1.000 Kinder 9–17 und 2.000 Eltern, Großbritannien. 35 % der Kinder, die Chatbots nutzen, sagen, es fühle sich an wie mit einem Freund zu reden. internetmatters.org/hub/research/me-myself-and-ai-chatbot-research/
  • Common Sense Media (2025): Risikobewertung von Social-AI-Companions — Einstufung als „unacceptable risk“ für alle unter 18. commonsensemedia.org/ai-ratings

Mehr davon? Der Eltern-Guide und die Eltern-Post — hier entlang.

Für die Schule

Soll deine ganze Klasse auf Fehler-Safari gehen? Zeig diese Seite deiner Lehrerin oder deinem Lehrer. Hier liegt alles für eine Schulstunde: ein Blatt für Lehrerinnen und Lehrer mit Ablauf und Lösungen und die Mitmach-Seite als Klassensatz.

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